Brutaler Polizeieinsatz auf dem Schanzenfest (04. Jul. 2009)
Moin Moin.
Hier ein paar Fotos von einem recht brutalen nicht so ganz sanften Polizeieinsatz im Rahmen des Hamburger Schanzenfestes am 04. Juli 2009.
Das ganze spielte sich kurz vor Mitternacht in der Susannenstraße, Hamburg ab und verlieft in etwa so…
Nachdem die Wasserwerfer eine ganze Weile direkt vor unserer Haustür rumstanden ging ich mit meiner Freundin nochmal vor die Tür, um eine zu rauchen. Dabei hab ich natürlich meine Kamera mitgenommen, man weiß ja nie…
Der Wasserwerfer war schon an uns vorbei und der Mannschaftswagen stand direkt vor uns. So konnten wir beobachten, wie zwei Polizisten einen gefesselten Verdächtigen dorthin abführten. Alles normal so weit…
Als einer von den Polizisten damit beschäftigt war, die hintere Tür des Wagens aufzuschließen und der andere einen Moment unachtsam war, entschloss sich der Verdächtige, die Gelegenheit zu nutzen, um einen Fluchtversuch zu starten…
Die Polizisten schalteten aber relativ schnell und ergriffen ihn nach ein bis zwei Metern wieder (er war ja noch gefesselt).
Ab da etwa schaltete auch ich und es gelang es mir, die ersten Fotos zu schießen.
Wie auf den folgenden Fotos halbwegs zu erkennen, gingen die Polizisten mit dem Verdächtigen nicht ganz zimperlich um, obwohl dieser ja niemandem weh tun, sondern nur dem – einem jeden Menschen innewohnenden – Freiheitsdrang nachgehen wollte und versuchte abzuhauen.
Hier wird schon mal nach dem Schlagstock gegriffen…
… dann weggedrängt (der mit den drei Punkten auf dem Rücken und dem Schlagstock in der Hand dürfte übrigens sowas wie der Gruppen- / Zugführer sein) …
… Und schön ausholen (Das ist doch eine geballte Faust, oder? Man beachte auch die skeptischen und leicht schockierten Blick der anderen Anwesenden) …
… Während der Verdächtige recht unsanft zu Boden gedrückt wird, werden hier schön die Zaungäste bedroht eingeschüchtert, damit sie auch ja nicht auf die Idee kommen, dem armen Kerl zu helfen …
… (hier leider schwer zu erkennen weil der Vordergrund so hell ist) Liegt er inzwischen auf dem Boden und kann sich kaum mehr rühren … Nun mehren sich aber die Rufe, dass das Ganze ein wenig übertrieben hart wäre (“Das ist nicht gut”, “Was soll das?” etc.) und die Leute drängen langsam zum Ort des Geschehens…
… währenddessen auf der andere Straßenseite keine besonderen Vorkommnisse…
Und hier laut Zeitstempel des Fotoapparates knapp 2 Minuten nach dem letzten Foto wird der junge Mann immer noch (oder wieder?) brutal heftig auf das Kopfsteinpflaster gedrückt… Soweit ich mich erinnern kann, konnte man im Hintergrund immer noch Rufe hören (“Das ist Gewalt! Das ist nicht gut!”) …
Daraufhin beruhigt sich die ganze Situation beruhigen sich die Polizisten auch ein wenig und er wird ohne weitere größere Zwischenfälle doch im Mannschaftswagen abgeführt.
Ab hier gibt es dann auch keine Fotos mehr, weil wir alle – für mich völlig überraschend – plötzlich von einer Mauer von Polizisten vorwärts, also weg von meiner Wohnung, gedrängt wurden. Wenn in so einer angespannten Situation plötzlich eine professionell agierende Truppe in voller Montur dich langsam aber stetig von deinem vermeintlich sicheren Zuhause wegdrückt, dann kommt ein ganz anderer Flash über einen herein – Adrenalin pur!
Zum Glück gelang es mir noch schnell trotz des ganzen Adrenalins die Ruhe zu bewahren, meinen Perso zu zücken und die Polizisten von meinem Recht zu überzeugen dass sie mich (und meine Freundin) wieder zu unserer Wohnung lassen… Es ist halt manchmal doch von Vorteil, sich umzumelden und die aktuelle Adresse im Perso stehen zu haben.






